Wissenschaftlicher Hintergrund: Resilienz
Über diesen Test
Die Brief Resilience Scale wurde 2008 von Bruce W. Smith und Kolleg:innen im International Journal of Behavioral Medicine veröffentlicht. Die Autor:innen wollten damit eine Lücke schließen: Viele ältere Resilienz-Fragebögen erfassen eigentlich Ressourcen, die mit Resilienz in Verbindung stehen (z. B. soziale Unterstützung, Optimismus, Sinnerleben), statt der Erholungsfähigkeit selbst – dadurch lässt sich schwer unterscheiden, ob jemand resilient ist oder einfach über mehr Ressourcen verfügt. Die deutsche Fassung wurde 2018 von Chmitorz, Kunzler und Kolleg:innen an zwei großen Stichproben (u. a. einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe, n = 1.128) validiert und 2024 von Rösner und Kolleg:innen anhand aktueller Normdaten (n = 2.522, erhoben 2022) aktualisiert.
Dimensionen
Erholungsfähigkeit (Resilienz)
Durchschnittswert über alle sechs Items (1,00–5,00).
Quellen & Lizenz
Smith, B. W., Dalen, J., Wiggins, K., Tooley, E., Christopher, P., & Bernard, J. (2008). The brief resilience scale: assessing the ability to bounce back. International Journal of Behavioral Medicine, 15(3), 194–200.
Für die englischsprachige Originalskala besteht keine bekannte öffentliche Public-Domain-Erklärung, sie wird aber frei für nicht-kommerzielle Nutzung mit Quellenangabe verwendet – u. a. direkt von Beratungsstellen amerikanischer Universitäten verbreitet.
Deutsche Übersetzung: Chmitorz, A., Wenzel, M., Stieglitz, R.-D., Kunzler, A., Bagusat, C., Helmreich, I., Gerlicher, A., Kampa, M., Kubiak, T., Kalisch, R., Lieb, K., & Tüscher, O. (2018). Population-based validation of a German version of the Brief Resilience Scale. PLOS ONE, 13(2), e0192761.
Open-Access-Artikel unter Creative-Commons-Attribution-Lizenz (CC BY) – uneingeschränkte Nutzung, Weitergabe und Vervielfältigung mit Quellenangabe ausdrücklich erlaubt. Wortlaut zusätzlich gegengeprüft gegen Rösner, L. et al. (2024). New norm values of the brief resilience scale (BRS) from the German general population with new post-COVID-19 data. BMC Psychology, 12, 505 (ebenfalls CC BY 4.0) – beide Quellen stimmen wortgleich überein. In der deutschen Validierungsliteratur existieren keine kategorialen Schwellenwerte (niedrig/mittel/hoch) wie in der englischsprachigen Originalarbeit; stattdessen werden kontinuierliche Mittelwerte berichtet (Chmitorz et al. 2018: M = 3,37–3,58; Rösner et al. 2024: M = 3,54). Die unten verwendeten Einteilungen folgen deshalb weiterhin dem englischen Referenzbereich, siehe Hinweis in den Bandbeschreibungen.
https://doi.org/10.1371/journal.pone.0192761
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